Skilanglaufrebell

In der Lenzerheide erwartet mich jedes Mal eine Winterwunderlandschaft der Extraklasse. Hier kann ich mich austoben und wundervollen Skilanglauftage erleben. Aktuell ist es wieder einmal so weit und was das Langlaufen hier mit mir anstellt, dass möchte ich gern mit Euch teilen.

Das Loipennetz hier ist vielseitig und variabel. Man kann sich treiben lassen und einen Loipenkilometer nach dem anderen genießen. Ich persönlich erlebe die verschiedenen Abschnitte der Loipen hier auf ganz unterscheidliche Weise. Es gibt Passagen, da gleitet der Ski ganz von allein, stellenweise brennen mir die Beine oder gar die Lungen und kurze Zeit später zieht sich eine Spur nach der anderen wieder ganz locker in den Schnee. Hier ist wirklich so viel geboten. Egal in welchem Abschnitt ich gerade stecke: Mein Langläuferherz ist glücklich.

Die letzten Tage habe ich meinen Skilanglauftag in der Biathlon Arena gestartet. Von hier loslaufen ist für mich defintiv der Teil, bei dem mir die Lungen und Beine brennen. Sicherlich liegt es daran, dass ich vom Leistungssport-Spirit getrieben, wie ein Verrückte losrenne. Selbst über den Golfplatz benötige ich meist noch Zeit, mein Tempo und meinen Rhythmus zu finden. Hier heißt es für mich immer Ruhe bewahren, Schnaufen ist absolut ok, Spaß muss es nur machen! Das tut es meist, sobald ich meine Füße auf den Schnee stelle. Wenn ich erstmal die schmale Passage durch den Ort Lenzerheide laufe, kann ich direkt die Leichtigkeit spüren, die sich gleich nach dem Überqueren der Straße, zeigen wird. Sobald ich die Ski abgeschnallt, über die große Straße getragen und anschließend die letzten Meter zwischen den Häusern durchquert habe, habe ich mich final eingerutscht.

Entlang des Zauberwaldes, hinauf zum Heidsee und dann entlang dieser einzigartigen Strecke, ist ein ganz besonderes Gefühl für mich. Rechts diese verschneite Bergkette, direkt neben der Loipe der vereiste See und die Bäume und Sträucher, denen so viel weiße Pracht aufgeladen wurde, dass sie sich krumm biegen. Auf dem Abschnitt nach Valbella braucht man das Auge fürs Detail, dann sieht man ganz wunderbare Schätze. Ein Schild „Naturschutzgebiet“ dick in Schnee eingepackt, Schilfrohr das sich über die Schneedecke erhebt und gegen die Sonne reckt und einen kleinen Bach, der immer wieder von kleinen Holzbrücken überzogen wird. Allerspätestens hier, stellt sich der ganz leichte Gang ein und der Ski gleitet ganz problemlos in weiten Zügen.

Von Valbella ziehe ich noch ein bisschen weiter in Richtung Norden. Dort erwartet mich gleich der ein oder andere giftig Anstieg. Mit einem gleichmäßigen Schritt meistere ich diese Herausforderung und die Loipe führt mich tief durch den verschneiten Winterwald. Die Loipe hier oben ist breit wie eine Autobahn und sie fühlt sich wie auf einer Achterbahnfahrt an, wenn man über die Kamelbuckel gleitet. Die giftigen Aufstiege sorgen dafür, dass sich die ein oder andere Schweißperle ihren Weg bahnt. Die Aussicht über das Tal ist jedoch bemerkenswert. Hier liegt mir die weite, weiße Lenzerheide zu Füßen.

Direkt nach der rasanten Abfahrt zurück nach Valbella, weckt wieder einmal so ein kleiner „Wintergarten“ mit Liegestühlen, Decken und ganz sicher auch leckeren Getränken meine Aufmerksamkeit. Er läd mich förmlich zum Verweilen ein. Da ich nicht ohne meinen Trinkgurt starte, bin ich unterwegs immer bestens mit warmen Tee versorgt. Es soll allerdings schon vorgekommen sein, dass jemand am Morgen den Teebeutel vergessen hat einzutauchen und dann nur das pure, heiße Wasser dabei hatte. Dann wäre so ein „Wintergarten“ natürlich genau das Richtige.

Von hieraus nehme ich meist das Tal wieder ins Visier und kann die Vorfreude, auf das was jetzt kommt, kaum bändigen. Entlang des Heidsees die Spuren in die Loipe ziehen und dabei den Ski so richtig laufen lassen. Ein echtes Genießerstück… ach was sage ich: Ab hier ist es für mich ein einziges Highlight und zwar bis zurück zur Biathlon Arena.

Auf direktem Weg peile ich den Ort Lenzerheide an, stürze mich in die kleinen Abfahrten, trete kräftig um, um den Schwung für den nächsten Buckel mitzunehmen. Tauche zwischen den Häusern ein und lasse die Freude auf den Ortabschnitt so richtig aufkommen. Einmal die Ski über die Straße tragen und dann geht es los. Auf den Langlaufski geht es auf einem schmalen Band direkt durch den Ort: Rauf und runter, dicht vorbei an Häusern und Ferienwohnungen, Briefkästen und Garagen und gleich wieder rein in den verschneiten Wald. Ich find diesen kleinen Abschnitt toll und bin mir sicher, dass ich dabei immer breit grinse.

Gleich danach schließt sich der Golfplatz an und die Loipe zieht sich in sanften, breiten Wellen bis zur Biathlonarena. Die Sonne verwöhnt einen auf diesem Stück und es läuft sich fast von selbst durch die Kurven und über die kleinen Steigungen. Hier ist bereits einiges vom Tee getrunken und in meinem Fall, das Ziel nicht mehr weit. Ich ziehe meine Bahnen bis zur Arena fort und steige dort, glücklich nach einer solchen Langlaufrunde, aus den Bindungen.

6 Kommentare bei „Skilanglaufrebell“

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